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| Buvukahe und Noel (überlebende Gorillakinder aus der Rugendo-Gruppe) |
| Was ist zu tun, um die Gorillas im Virunga-Nationalpark zu retten: |
| 1. kurfristig - Die Wildhüter müssen optimal ausgestattet werden. Gleichwohl ist zu bedenken, dass sie im dichten Wald Angreifern -eben den Rebellen- meist schutzlos ausgeliefert sind. Das Motto lautet "Wer zuerst schiesst, gewinnt". In diesem Sinne sind in den letzten Jahren nach inoffiziellen Angaben und unseren persönlichen Erfahrungen vor Ort über 150 Ranger getötet worden. Unser Gorilla-Hilfsfonds hat im Zuge unserer Reise im September/Oktober ausreichend Spektive und Ferngläser den Rangern übergeben. Ein solches Projekt bedurfte natürlich ausreichender Spenden. Sehr wichtig war die Unterstützung der Firma Carl Zeiss. Wir haben ein Ziel erreichen, jede Ranger-Patrouille mit mindestens einem guten und lichtstarken Fernglas auszustatten und jede Rangerstation mit mindestens einem Spektiv zu versorgen. Eine weitere kurzfristige Maßnahme wird sein, Videokameras (zum Monitoring eventuell erkrankter Gorillas), GPS-Geräte und Nachsichtgeräte zu besorgen und in den Kongo zu bringen. Wir hoffen auf weitere Unterstützung! 2. kurzfristig - Öffentlichkeitsarbeit und öffentlicher Druck auf Rebellenorganisationen. Verbreitung und Sendung der Filmdokumentation "Gorillafieber im Kongo". 3. mittel- und langfristig - Programm "Bildung für Artenschutz" nach dem Vorbild unserer "Gepardenschutzarbeit". Konzipierung und Gestaltung sowie Druck eines Wildlife-Schulbuchs. Um eine solche Maßnahme sinnvoll durchzuführen, ist es jedoch dringend notwendig, dass der Bürgerkrieg zu Ende geht. Momentan gehört die Demokratische Republik Kongo zu den fünf gefährlichsten Ländern auf der Erde. Reisen dorthin sind lebensgefährlich! Ziel eines Bildungsprojektes sind: a.) Verhinderung der Rodung des Waldes, um Holzkohle zu erzeugen. Zu diesem Zweck wäre auch ein Solarkocherprogramm sehr hilfreich, denn ökologische Alternativen sind allemal die bessere Lösung b.) Heranführen der Kinder an ökologische Themen, z.B. die Bedeutung des Waldes für ihre Lebensqualität und die Existenz der Berggorillas als nutzbarer Vorteil für ihre Perspektiven. 4. Politischer Druck - Die Rebellen in den Virungavulkanen sind ruandische Rebellen, die direkt an dem Genozid 1994 beteiligt waren. Dementsprechend muss Druck auf die ruandische Regierung ausgeübt werden, endlich den Genozid vollständig juristisch aufzuarbeiten und die Rebellen zur Rechenschaft zu ziehen. Dazu kommt, dass diese Rebellen in den letzten Jahren tausende Menschen im Kongo massakriert haben. Die Rebellenorganisationen müssen also dringend "ausgetrocknet" werden (siehe auch die Geschichte der Familie "Rugendo")! |